Isarradweg 1

Von Scharnitz durch das Hinterautal zum Isarursprung und zur Kastenalm

 29,5 km
 339 m
 339 m
1:58 h (∅ 15 km/h)

Radtour über den Isarradweg von Scharnitz durch das Hinterautal zum Isarursprung und zur Kastenalm


Die erste Etappe des Isarradwegs, der einen von Scharnitz weit hinein ins Karwendel zum Isarursprung und zur Kastenalm bringt, ist die spektakulärste des gesamten 330 Kilometer langen Radwegs. In der Sommersaison erfreut sich diese Route höchster Beliebtheit und wird auch gerne als Tagestour unternommen. Von Scharnitz geht es zuerst über einen Teerweg hinauf zum Gasthof Wiesenhof. Hier wird die asphaltierte Straße von einem Forstweg abgelöst und wir erreichen die Gleirschhöhe, von der wir einen herrlichen Tiefblick zur Isar genießen können. Nach einer rasanten Abfahrt folgen wir der Isar über den nur mehr sanft anstiegenden Weg immer tiefer ins Hinterautal hinein. Die Fahrt durch die imposante Bergwelt des Karwendels ist ein wahrer Augenschmaus. Schließlich erreichen wir den Abzweig zum Isarursprung, zu dem wir in einer 10-minütigen Wanderung gelangen. Zurück am Fahrrad folgen wir dem Weg weiter zur Kastenalm, an der wir uns auf der sonnigen Almterrasse eine Brotzeit schmecken lassen. Auf gleichem Wege geht es zu guter Letzt wieder zurück nach Scharnitz.

Charakter:

Von Scharnitz werden bis zur Kastenalm gut 14 Kilometer und etwa 300 Höhenmeter zurückgelegt. Bis zum Gasthof Wiesenhof ist der Weg asphaltiert, im Anschluss radelt man über eine gute Piste, deren Untergrund zwischen dem Isarursprung und der Kastenalm deutlich schottriger wird. Auch wenn auf dieser Strecke hauptsächlich Mountainbikes unterwegs sind, reicht für die Befahrung ein geländegängiges Fahrrad wie z. B. ein Trekkingrad oder ein Crossbike. Zwischen der Brücke, die über den Karwendelbach führt, und der Gleirschhöhe gilt es eine längere und steile Steigung zu bewältigen. Nach der Gleirschhöhe folgt eine Abfahrt von 50 Höhenmetern, die auf dem Rückweg als Gegenanstieg wartet. Der weitere Weg zum Isarursprung und zur Kastenalm ist nur moderat ansteigend. Der Abstecher zum Isarursprung dauert zu Fuß auf dem Hin- und Rückweg etwa 20 Minuten. Die Kastenalm erreicht man vom Radlparkplatz innerhalb von 5 Minuten.

Beschilderung:

Zu Beginn gut mit grünen Radzeichen und durchgehend mit gelben Wanderwegweisern beschilderte Route. Hat man einmal den Weg ins Hinterautal gefunden, gibt es auch kaum mehr eine Möglichkeit, sich zu verfahren.

Anfahrt:

Mit der Bahn von München über Garmisch und Mittenwald nach Scharnitz (Fahrplan und Buchung). Mit dem Auto über die Autobahn München - Garmisch und nach dem Autobahnende weiter der B 2 über Oberau und Partenkirchen nach Mittenwald folgen. An Mittenwald vorbei und über die Landesgrenze bis nach Scharnitz fahren. Direkt vor der Kirche links in die Hinterautalstraße Richtung Karwendeltäler abbiegen und nach 400 Metern linker Hand am großen, gebührenpflichtigen Parkplatz das Auto abstellen (6 Euro/Tag, Stand 2018).

Streckenverlauf:

Scharnitz - Gleirschhöhe - Isarursprung - Kastenalm

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Wegbeschreibung:

In Scharnitz fahren wir vom Bahnhof in Fahrtrichtung Innsbruck rechtshaltend zur Innsbrucker Straße, wenden uns nach links und überqueren die Isar. Gleich nach der Brücke biegen wir nochmals links ab und fahren in die Hinterautalstraße hinein. Kurz darauf kommen wir zum Parkplatz Karwendeltäler und treffen dort auf eine Straßengabelung. Hier wählen wir den linken Weg (Auweg), der uns zur Isar und von dort in einem großzügigen Rechtsbogen zurück zur Hinterautalstraße bringt. Nun biegen wir links ab, überqueren die Isar und treffen kurz nach der Brücke auf eine große Übersichtstafel mit Wegweisern und Informationen zu den einzelnen Zielen in den Karwendeltälern.

Wir fahren geradeaus weiter Richuntg Isarursprung und Kastenalm. In südöstlicher Richtung folgen wir der moderat ansteigenden Teerstraße bergauf und erreichen in einer kurzen Abfahrt die Brücke, die über den Karwendelbach führt. Von hier kann man einen schönen Blick auf den tief in einer Klamm eingeschnittenen Bachlauf werfen. Es folgt ein längerer, steilerer Anstieg, der uns über die geteerte Fahrbahn hinauf zum Gasthof Wiesenhof bringt. Dort lassen wir den Abzweig zur Pleisenhütte links und die Einfahrt zum Gasthof rechts liegen. Wir behalten unsere Grundrichtung bei und fahren geradeaus weiter Richtung Kastenalm.

Die Teerstraße endet nun und wir radeln über einen Forstweg durch lichten Bergwald weiter hinauf zur Gleirschhöhe. An der Gleirschhöhe mit ihrem Holzkreuz genießen wir den Blick auf die Isar, die sich tief unter uns ihren Weg durch eine Schlucht bahnt. An der Anhöhe lassen wir den Abzweig zur Pfeishütte rechts liegen und wir folgen linkshaltend dem Forstweg Richtung Kastenalm und Hallerangerhaus. Es folgt eine weitere kurze Steigung und das Gelände lehnt sich im Anschluss deutlich zurück. Wir fahren durch den Bergwald nordostwärts, bis sich vor uns ein herrlicher Blick auf das Hinterautal mit der Isar auftut.

Nun geht es in einer rasanten Abfahrt hinunter zur Isar und wir radeln entlang ihrer Kiesbänke weiter ostwärts ins Hinterautal hinein. Später überqueren wir den Breitgrieskarbach, passieren einige Holzstadel und kommen zu einer Kiesbank, auf der Unmengen von Stoanamandln errichtet wurden. Nach Begutachtung der unzähligen steinernen Skulpturen fahren wir weiter in östlicher Richtung und überqueren den Ödkarbach. Nach der Brücke rücken die imposanten Wände der Birkköpfe näher heran und wir radeln zwischen steil abfallendem Fels und der rauschenden Isar durch das enge Tal. Schließlich weitet sich Tal wieder und wir erreichen in einem lichten Waldstück den Eingang zum Isarursprung.

Hier lassen wir unser Fahrrad stehen und betreten das umzäunte Areal. Rechtshaltend erreicht man am östlichen Ende den Einstieg zum Quellenweg. Über diesen gelangen wir nach 10 Minuten über einen kleinen Pfad, der sich durch das Gestrüpp schlängelt, zu den Isarquellen. Zurück am Fahrrad setzen wir unsere Radtour in östlicher Richtung zu unserem finalen Ziel, der Kastenalm, fort. Über den recht flachen Weg kommen wir zu einigen Kieshaufen, auf deren Höhe der Untergrund sehr schottrig ist. Nach diesem kurzen ruppigeren Abschnitt passieren wir ein letztes Waldstück und erreichen den Radlparkplatz der Kastenalm. Hier stellen wir unser Fahrrad ab und spazieren innerhalb von fünf Minuten über die weite Almfläche zum im Sommer bewirtschafteten Almgebäude.

Rückfahrt: Nach einer verdienten Stärkung geht es von der Kastenalm über den gleichen Weg zurück nach Scharnitz. Vor der Gleirschhöhe gilt es einen Gegenanstieg von 50 Höhenmetern zu meistern.

Einkehrmöglichkeiten:

  • Kastenalm im Hinterautal, Tel. +43 (0)664/5316796. Geöffnet je nach Witterung von Anfang Juni bis Ende September.

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